Tag 16 – UML, UML an der Wand…
28. Februar 2012
Konzept E-Mail ist weg und mit ihr ein wunderschönes UML Diagramm. Das hat mich zwar ganz schön Nerven gekostet aber muss wohl sein. Wobei ich normalerweise eher der Typ “blind drauf los programmieren” bin, was immer wieder dafür sorgt das ich öfters wie jeder andere Programmierer Fehler produziere, wo man einfach mal ein paar Sekunden VORHER nachdenken hätte müssen. Deshalb die Feststellung für heute:
UML Diagramm == GUT
Außerdem interessant, meine Konzeptphase wird von der Zahl 13 verfolgt. 13 Seiten Konzept, 13 Klassen? Ein böses Ohmen? Naja so lang mich keine schwarzen Katzen und Leitern verfolgen ist alles im grünen Bereich.
Tag 15 – Ahha
27. Februar 2012
Nach einem entspannten Wochenende geht es nun wieder an die Arbeit. Das erste Konzept ist jetzt auch soweit fertig und wird heute wohl noch bei meinen Betreuern landen, mal schaun was die so darüber denken. Aber das auch ihr nicht weiter Vermutungen über meine Spielidee anstellen müsst, gibt es heute endlich ein paar mehr Infos dazu:
Was solls denn eigentlich werden?
Ein Merkspiel basierend auf dem Spielprinzip von Simon Says (http://www.denkspiele-online.de/intelligenztraining/online-simon-says-spielen-und-gedaechtnis-trainieren/)
Was ist neu?
Größere Spielraster, verschiedene Spielmodi, die beliebig miteinander kombiniert werden können, und natürlich ein neuer Look.
Und sonst noch?
Das Spiel soll in seiner ersten Version für das iPad2 entwickelt werden, da ich nur ein iPad2 zum testen Zuhause habe. Trotzdem habe ich schon im Hinterkopf das ganze dann auch für das iPhone/iPod anzupassen. Also falls jemand ein iPhone oder ähnliches spenden möchte… nur her damit ^^
Tag 11 – Basteln tut der Seele gut
23. Februar 2012
So langsam steigt meine Laune wieder und ich freue mich fast schon auf das fachmännische Feedback am Ende des Monats, wenn dann alles gut läuft kann ich nächste Woche mit der Programmierarbeit starten. Meine To-do-Liste wird auch immer kleiner. Jetzt fehlt nur noch die Zusammenfassung aller in der letzten Zeit erarbeiteten Dinge, aber bevor ich mich daran mache habe ich eine Bastelstunde eingelegt. Abwechslung ist nämlich immer gut und schüttet hoffentlich genug Glückshormone aus, dass auch meine Motivation wieder vollständig aus ihrem dunklen Loch gekrochen kommt.
Natürlich hab ich nicht irgendwas gebastelt, sondern einen supertollen Usability-Paper-Test. Vorteil an der ganzen Sache ist das man recht schnell alles skizziert hat und gezwungen ist sich nicht zu sehr auf das Design zu konzentieren. Diese Art des Testens ist vor allem in der frühen Phase eine Projektes wichtig, um nicht komplett am Nutzer vorbei zu arbeiten. Außerdem macht es zumindest mir wahnsinnigen Spaß ein wenig zu zeichnen und mit der Schere rum zu schnipseln. Morgen werde ich mir dann mein erstes Opfer suchen und testen wie es mit meiner Menüführung und dem allgemeinen Spielablauf klar kommt. Also nehmt euch in Acht ^^
Außerdem habe ich mir jetzt einen Taschenkalender zugelegt und schon mal alle restlichen Tage markiert. Werde mir jetzt jeweils am Anfang der Woche ein paar Wochenziele setzten die erfüllt werden müssen. Sind ja auch nur noch 105 Tage (mit Wochenenden) bis alles fertig gedruckt im Sekretariat liegen muss.
Tag 9 – 99 Seiten später
21. Februar 2012
Nachdem ich nun die letzten Tage die meiste Zeit mit dem Lesen von Fachbüchern verbracht habe und meine Motivationskurve steil nach unten abgefallen ist, hoffe ich das die neue Woche neuen Schwung in die Sache bringt. Positiv ist zumindest schon mal dass ich endlich einen passenden Gestaltungsbetreuer gefunden habe
. Trotzdem fällt es mir immer schwere mich konzentiert vor den Rechner zu setzen und mich beschleicht das sachte Gefühl das ich einen etwas strikteren Zeitplan brauche, d.h. zumindest unter der Woche nicht die maximale Ausschlafzeit in Anspruch nehmen und sich kleine Wochenziele setzen. Bis jetzt sah meine Planung nämlich wie folgt aus:
- Februar: Konzept
- März/April: Programmierung
- Mai: Doku
Was im Grunde vllt sogar ausreichend wäre aber dafür betrüg ich mich viel zu gerne selbst, deshalb für morgen den Wecker auf 8:00 Uhr stellen, gleich in der Früh einen Kaffee trinken, eine eiskalte Dusch nehmen, den Schreibtisch mal wieder leer räumen, alle faulen Ausreden über Bord werfen und ran an die Wochenplanung. Ob es was gebracht hat werden wir ja dann sehn.
Zitat des Tages:
„Man kann die raffiniertesten Computer der Welt benutzen und alle Diagramme und Zahlen parat haben, aber am Ende muß man alle Informationen auf einen Nenner bringen, muß einen Zeitplan machen und muß handeln.“ Lee Iacocca
Tag 2 und 3 – Zielgruppe
15. Februar 2012
Tag zwei steht unter dem Motto wer sind meine Kunden bzw. meine angestrebte Zielgruppe. Das Ganze weckt fast schon Erinnerungen an den BWL Unterricht… Marktpotenzial, Marktvolumen, Marktanteil…
Ja, dazu gehört erstmal die allgemeine Lage erforschen. Das heißt rein in den Apple-Jungle und schaun wer sich da so rumtreibt. Dort findet man vor allem ein Publikum das um die 30 ist und etwas mehr wie der Durchschnittsbürger verdient und entweder ein iPhone oder ein iPad oder oft auch beides besitzt (http://blog.nielsen.com/nielsenwire/online_mobile/who-is-buying-the-ipad-and-will-they-also-buy-an-iphone/). Es gibt aber auch einen großen Anteil an jüngeren Nutzern und der gesamte Markt wächst, so wird beispielsweise angenommen das Ende 2012 rund zwei Millionen iPads in Deutschland im Umlauf sein werden. (http://www.kaiwulff.de/material/2010-Statista-iPad-Studie-Kurzversion.pdf). Im Allgemeinen verbringt ein iOS Nutzer 14,7 Stunden im Monat damit Spiele zu spielen das sind 5,4 Stunden mehr wie ein durchschnittlicher Android Nutzer. (http://blog.nielsen.com/nielsenwire/online_mobile/games-most-popular-mobile-app-category/)
So viel zum Marktpotential/Marktvolumen, was nun aber viel wichtiger ist ist die klare Abgrenzung welche Nutzergruppe später für das iOS Spiel in Frage kommen wird. Dazu wird zunächst definiert um was für eine Art Spiel er sich denn schlussendlich handeln soll. Mein Spiel würde dabei sehr wahrscheinlich unter die Kategorie Puzzle fallen. Außerdem soll es den typischen “casual gamer” ansprechen, um eine möglichst Breite Masse an Spielern zu gewinnen.
Um mir nun meine ganz persönlichen Nutzer besser vorstellen zu können habe ich mir einige individuelle Personen herausgepickt und für jede von ihnen eine Persona erstellt. So hat man zu jedem Zeitpunkt im Entwicklungsprozess eine Erinnerung daran wer alles im besten Fall mit der App in Berührung kommen wird. Was wiederum beschreibt wie komplex die Bedienung sein darf, wie der Look der App sein soll oder wie bestimmte Spielabläufe aufgebaut sein müssen. Das Ergebnis des Tages ist also das hier:
Meine Nutzer:

© Rainer Sturm / pixelio.de, © sabine meyer / pixelio.de, ©Konstantin Gastmann / pixelio.de, © Gerd / pixelio.de
Max (12), Schüler, spielt gerne Fussball und liebt jede Art von Computerspielen. Er nutzt zum einen den PC seiner Eltern sowie seinen neuen iPod Touch. Lieblingsspiel: Plants vs. Zombies
Laura(23), KD Studentin, liebt schöne Schuhe und wilde Partynächte mit Freunden. Sie besitzt ein MacBook Pro und ein iPhone, mit dem sie sich während langweiligen Vorlesungen die Zeit vertreibt. Lieblingsspiel: Tiny Wings
Thomas (35), Marketing Berater, trinkt gerne Kaffee und ist viel mit der Bahn unterwegs. Er nutzt regelmäßig sein iPad 2 um auf dem laufenden zu bleiben und die neusten Spiele auszuprobieren. Lieblingsspiel: Edge
Inge (47), Hausfrau, pflegt gerne den Garten und mag kitschige Romane. Sie stibizt sich abends oft das iPad ihres Mannes um zu spielen. Lieblingsspiel: Drop7
Tag 1 – Konkurrenz
13. Februar 2012
Aus Fehlern lernt man am besten.Bevor ich mich also munter an die genaue Konzeption meines Spiels waage habe ich mich mal umgeschaut wer denn schon eine ähnliche Spielidee im Web bzw. AppStore veröffentlicht hat. So sieht man gleich was alles möglich ist, was funktioniert und was die Nutzer an den bestehenden Apps zu nörgeln haben. Außerdem kann man dabei auch gleich prüfen wie aktuell die Versionen der Konkurrenz sind und ob an den Apps noch aktiv gearbeitet und verbessert wird. Nicht dass man schon vor der ersten Veröffentlichung von der Konkurrenz überrannt wird und im schlimmsten Fall die eigenen Features von jemand anders zuerst eingebaut werden.
Zitat des Tages:
“Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selbst. Er gibt auch anderen eine Chance.” Winston Churchill
Los gehts
12. Februar 2012
Nachdem ich nun endlich meinen Antrag für die Anmeldung der Bachelorarbeit erfolgreich abgegeben habe, meine restlichen Prüfungen hinter mich gebracht habe und zwischendrin noch ein paar freie Tage genossen habe, geht es jetzt endlich richtig los. Vom 13.Februar bis Anfang Juni werde ich, abgeschnitten von der realen Welt, so manchen Tag vor meinem Rechner verbringen und an meiner Bachelorarbeit arbeiten.
Das es mir dabei nicht all zu langweilig wird habe ich mir vorgenommen alle wichtigen (oder auch weniger wichtigen) Phasen während der Entstehung meiner Arbeit hier festzuhalten. Dadurch habe ich am Ende so was wie ein persönliches Arbeitstagebuch (zur Kontrolle ob ich auch wirklich so fleißig war ^^) und ihr bekommt einen exklusiven Einblick in meine Arbeit.
Viel Spaß euch allen dabei




